Story
Dom, Lenzspitze, Nadelhorn und Ulrichshorn
Vier Gipfel der Mischabelgruppe, alle im Bild: Dom (4545 m), Lenzspitze (4293 m), Nadelhorn (4327 m) und Ulrichshorn (3925 m).
Die Mischabelgruppe liegt westlich des Saastals in den Walliser Alpen und bildet nach dem Monte Rosa das zweithöchste Gebirgsmassiv der Schweiz. Im Winter, wenn die Luft klar ist und der Schnee die Grate scharf definiert, lassen sich die einzelnen Gipfel in ihrer Struktur ablesen, Steilwände, Firn, Gletscher, Grate.
Die vier Gipfel im Bild
Der Dom (4545 m ü. M.) ist der höchste vollständig auf Schweizer Boden liegende Berg. Die Lenzspitze (4293 m) zeigt sich als scharfe Pyramide mit steil abfallenden Flanken, die Nordostwand gehört zu den markantesten Wandstrukturen der Mischabelgruppe. Das Nadelhorn (4327 m) überragt mit seinem spitzen Gipfel die umgebenden Kämme; seinen Namen hat es vom "Nadelloch", einer ovalen Felsspalte nahe des Gipfels. Das Ulrichshorn (3925 m) liegt südwestlich des Windjochs und bietet einen direkten Blick auf die Nordostwand der Lenzspitze.
Dom, Lenzspitze, Nadelhorn und Ulrichshorn im Winter
Dom, Lenzspitze, Nadelhorn und Ulrichshorn gehören zu den eindrücklichsten Motiven der Walliser Alpen. In der winterlichen Ansicht wirken sie nicht nur hochalpin, sondern auch grafisch! Linien, Schatten und Schneeflächen bestimmen die Bildwirkung stärker als einzelne Details.
Der Dom, höchster vollständig schweizerischer Berg
Mit 4545 m ü. M. ist der Dom der höchste Berg, dessen gesamte Basis innerhalb der Schweiz liegt. Die Dufourspitze im Monte-Rosa-Massiv überragt ihn zwar um fast 90 Meter, ist aber ein Grenzgipfel zu Italien. Der Dom erhielt seinen Namen nach Joseph Anton Berchtold, dem Domherrn von Sitten, der die Mischabelgruppe 1833 als Erster vermass. Die Erstbesteigung erfolgte am 11. September 1858 durch John Llewelyn Davies mit den Führern Johannes Zumtaugwald, Johann Kronig und Hieronymous Brantschen über den Nordwestgrat. Von Osten, also vom Saastal aus, zeigt sich der Dom als mittlerer Gipfel zwischen Täschhorn und Lenzspitze über der mehr als tausend Meter hohen Mischabelwand.
Die Lenzspitze, Pyramide mit scharfen Graten
Die Lenzspitze misst 4293 m ü. M. und gehört zur Mischabel im engeren Sinn, zusammen mit Dom und Täschhorn. Sie wird auch Südlenz genannt. Die Nordostwand der Lenzspitze zählt zu den markantesten Wandstrukturen der gesamten Mischabelgruppe und ist vom Ulrichshorn aus direkt einsehbar. Die Erstbesteigung gelang 1870 Clinton Thomas Dent mit den Führern Alexander und Franz Burgener. Heute ist der Normalweg über den Südgrat von der Domhütte via Lenzjoch der gängigste Anstieg. Die Überschreitung von der Lenzspitze zum Nadelhorn über den Nadelgrat gilt als eine der schönsten Grattouren der Walliser Alpen.
Das Nadelhorn, spitzer Gipfel über dem Nadelgrat
Das Nadelhorn ist mit 4327 m ü. M. der vierthöchste Gipfel der Mischabelgruppe. Seinen Namen verdankt es einem ovalen Loch im Fels, dem sogenannten Nadelloch, das sich rund zehn Meter nordwestlich des Gipfels befindet. Drei Grate treffen am Nadelhorn zusammen: aus Nordwesten das Stecknadelhorn, aus Nordosten über das Windjoch, aus Südosten über die Lenzspitze. Die Erstbesteigung erfolgte am 16. September 1858 durch Franz Andenmatten, Baptiste Epiney, Aloys Supersaxo und Joseph Zimmermann, einer der wenigen Walliser Viertausender, der von Einheimischen erstbestiegen wurde. Der Normalweg führt von der Mischabelhütte über den Hohbalmgletscher ins Windjoch und weiter über den Nordostgrat.
Das Ulrichshorn, Aussichtskanzel über dem Windjoch
Das Ulrichshorn steht auf 3925 m ü. M. südwestlich des Windjochs. Es ist kein Viertausender, aber ein lohnender Gipfel: Von hier aus ist die Nordostwand der Lenzspitze direkt und in ihrer vollen Ausdehnung sichtbar. Zudem reicht die Sicht nach Südosten weit über den Alpenhauptkamm hinaus, nach Norden überblickt man die Berner Alpen in fast ihrer gesamten West-Ost-Ausdehnung. Die Erstbesteigung gelang 1848 dem Schweizer Alpinisten Melchior Ulrich, nach dem der Berg benannt wurde. Das Ulrichshorn wird häufig als Zusatzziel beim Abstieg vom Nadelhorn mitgenommen.
Die Mischabelgruppe im Wallis
Die Mischabelgruppe gehört zu den eindrücklichsten Berglandschaften der Schweizer Alpen. Besonders im Winter treten die Formen der Gipfel klar hervor. Grate zeichnen sich scharf ab, Schneefelder beruhigen die Flanken, und Gletscherstrukturen werden durch das seitliche Licht sichtbar. Für die Fotografie entsteht dadurch eine Landschaft, die gleichzeitig kraftvoll und reduziert wirkt.
Fotografische Perspektive
Ich mag an dieser Serie, wie ruhig die Landschaft trotz ihrer Grösse bleibt. Die Schneeflächen reduzieren viele Details, während Grate, Schatten und Gletscherlinien den Blick führen. So entsteht eine klare alpine Bildsprache, die nicht laut sein muss, um präsent zu wirken.
Mehr aus dieser Serie
Weitere Alpenaufnahmen aus der Mischabelgruppe, dem Saastal und den Walliser Alpen sind auf rhpx.ch in der Galerie verfügbar. Die Bilder dieser Serie sind als digitale Downloads, Poster und Prints auf Acrylglas, Alu-Dibond, Leinwand und FineArt verfügbar. Bildlizenzen für redaktionelle und kommerzielle Nutzung erhältlich unter https://shop.rhpx.ch/2246670/schweizer-berge .
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